Imobersteg Wirtschaftskanzlei

Kompetenz für Unternehmensentwicklung

 Marketingrecht


Juristische Abklärungen können den Arbeitsfrieden mit Kunden, Lieferanten, Vertriebspartnern oder Mitarbeitern absichern. Während grössere Firmen ihre Rechtsabteilungen ausbauen, müssen KMU mit steigender Kadenz auf teure externe Anwälte zurückgreifen.

Mit Imobersteg Wirtschaftskanzlei leistet sich nun auch die kleine/mittelgrosse Unternehmung mit einer überschaubaren Pauschale den eigenen ständig verfügbaren Unternehmensjurist. 

 

Auftrags-,
Werkvertragsrecht

 

Was geschieht, wenn der Verkäufer seine „Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB“ als Basis des Kaufvertrages setzt und der Käufer mit der Bestellung danach die seinigen ins Feld führt? Wie kann sich der Unterschied von Auftrag zu Werkvertrag auf die Haftung im Schadensfall auswirken? Wir können helfen.

 

Wettbewerbs-,
Marken-,
Arbeitsrecht 

 

Was bringt der Schutz einer Marke? Ist die Anmeldung eines Patentes einer Geheimhaltungsvereinbarung vorzuziehen? Wie weiter, wenn der beste Verkäufer die lukrativsten Kunden abzieht? Was ist zu tun, wenn einer der Mitbewerber die Ausschreibung verfasst? Wir geben Antworten.

 

Vertriebs-,
Lizenzrecht

 

Bei der Vergabe von Vertriebsrechten für ein Produkt oder für ein geografisches Gebiet muss das Kartellrecht berücksichtigt werden. Wie hoch muss die Abgeltung eines Agenten sein, wenn er aus dem Vertragsverhältnis entlassen wird? Wie muss ein Franchising-Vertrag ausgestaltet und gelebt werden, damit man später nicht mit dem Angestelltenrecht konfrontiert wird? Wir wirken für Sie.

 

Arbeitsrecht  

 

Wie weiter, wenn der beste Verkäufer die lukrativsten Kunden abzieht? Wie sollen Arbeitsverträge gestaltet werden, um die Kosten für kurze Krankheits- und Fehltage auf Null zu reduzieren?   

                                      Juristische Expertise 



 

Blog 

Inkasso in heiklen Fällen

Nur etwa 53% der Schweizer Unternehmen zahlen ihre Rechnungen pünktlich. Die Rede ist hier von einer „schleppenden Zahlungsmoral“. Darunter fällt ein grosser Anteil heikler Fälle, wo langjährige Beziehungen mit Bestandskunden berührt werden. Vielfach ist die Ursache bedingt durch eine (vorübergehende) verminderte Liquidität, welche das Unternehmen daran hindert, die Rechnungen pünktlich zu bezahlen. Mit dem Bewusstsein an Reputation einzubüssen, wird lange darüber geschwiegen und dadurch den Kreditor in Unwissen über den möglichen Anlass gelassen. 

Langjähriger Bestandskunde zahlt nicht

Wie reagieren, wenn ein langjähriger Bestandskunde nicht zahlt? Oftmals ist es eine Gratwanderung zwischen Eintreibung der offenen Rechnung und Kundenpflege. Wie schnell kann doch eine mühsam aufgebaute, langjährige Kundenbeziehung durch ein zu eng gehaltenes Inkassoprozedere beeinträchtigt - oder gar zerstört werden. Bei langjährigen Bestandskunden sollte mit dem nötigen Fingerspitzengefühl die Ursache der Zahlungsverzögerung ergründet werden, bevor rechtliche Schritte eingeleitet werden. Wer über einen entsprechenden Interessensnachweis (SchKG 8a) in Form eines Auftrags oder einer Bestellung verfügt, ist jederzeit legitimiert, beim zuständigen Betreibungsamt des Kunden einen Betreibungsauszug einzufordern. Damit hat man bereits eine umfassende Übersicht über allfällige pendente Betreibungsverfahren und Grösse der Ausstände.
Weiter kann man sich auch die Chancen ausrechnen, das Geld noch vor einem drohenden Konkurs zu erhalten. Das schweizerische Betreibungs- und Konkursrecht bedient sich einer Rangfolge und unterteilt die ausstehenden Forderungen in drei Konkursklassen, sogenannte Kollokation (vgl. SchKG 244 ff.). Die ersten beiden Klassen sind privilegiert und beinhalten Arbeitnehmerforderungen und Forderungen aus der Vorsorge (BVG) sowie Beitragsforderungen aus AHV/IV/EO. Alle anderen Forderungen sind nicht privilegiert und teilen sich die dritte Konkursklasse.


Ist ein Kunde bereits finanziell in Schieflage geraten, empfiehlt sich das persönliche Gespräch, um ausserhalb des Betreibungsprozesses eine Lösung zu finden. Eine Lösung, sich schadlos zu halten wären zum Beispiel Teilzahlungen, Rücknahmen oder Ausgleich mit Gütern des Kreditors. 

Ein Betreibungsprozess fördert zusätzliche vorschusspflichtige Kosten und kann sich über Monate hinausziehen. Oftmals wird unbegründet Rechtsvorschlag (SchKG 74) gegen die Betreibung (Zahlungsbefehl) erhoben um zusätzliche Zeit zu gewinnen. Liegt dann keine explizite Schuldanerkennung (SchKG 82 I) seitens des Kunden vor, bleibt nur noch der langwierige und teure Weg im ordentlichen Verfahren (SchKG 79) über den Friedensrichter mit anschliessender Klage an die erste Gerichtsinstanz (BezGer).


Manche Inkassofirmen verstärken das Risiko des Zahlungsausfalls 

Zahlreiche Unternehmen lagern ihr Forderungsmanagement an spezialisierte Inkassofirmen aus. Sie unterschätzen dabei deren Bedeutung. Eine Inkassofirma handelt im Auftrag des Kreditors - und somit gegen die Interessen des Schuldners, zum Beispiel in Ruhe gelassen zu werden. Es ist ein verlängerter Arm des Unternehmens und alle Tätigkeiten, begonnen von der Kommunikation bis hin zur Durchsetzung, wirken positiv oder negativ auf die gewachsene Kundenbeziehung aus. Inkassofirmen fokussieren sich auf den formalen Prozess des Schuldbetreibungsrechts. Sie bieten wenig Handelsspielraum für persönliche Abstimmung. Zudem veranschlagen sie ihre eigenen Kosten als „Verzugsschaden“ oder „Forderung gemäss Art. 106 OR“. Dies ist unrechtmässig: Gemäss Art. 27 Abs. 3 SchKG, dürfen die Kosten des gewerbsmässigen Gläubigervertreters, in diesem Fall das Inkassobüro, dem Gläubiger nicht überbunden werden. 

Die Rettung der Kundenbeziehung durch Mediation

Beziehungen entstehen durch Austausch von Vertrauenshandlungen. Dies gilt auch für eine gute Geschäftsbeziehung. Die Liquidität in einem Unternehmen unterliegt einem natürlichen Rhythmus zwischen Liquiditätsüberhang und -Manko. Besonders bei langjährigen Geschäftsbeziehungen empfiehlt es sich, einen mediativen Ansatz durch professionelle Anbieter zu verfolgen. Damit erhöhen sich die Chancen, Teile der Forderung doch noch einzuholen und die Kundenbeziehung für die Zukunft zu sichern. Eine Mediation kann die Beziehung sogar stärken, indem sich zwei Geschäftspartner wieder auf gleicher Augenhöhe begegnen.